Frederike von Altona

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15.02.04

Telefon an Bord: 0173 46 41 461

 

Wissenswertes über die "Frederike von Altona"

Daten der "Frederike von Altona":

Baujahr:

1983

Länge z.d.L.:

10,75m
Baumaterial:

Stahl

Breite:

3,65m
Bauwerft

v.Rijnsoever

Tiefgang:

0,75m
Motor:

DB OM 615

Segelfläche:

66m2
Kojen:

5

Großsegel:

30m2

Botterfock

24m2

Kluiver

12m2

 

Frederike von Altona ist ein Nachbau eines  Fischerfahrzeuges der Niederlande, der Schokker. Dieser diente hauptsächlich den Fischern des Nord-Ost-Teils der Zuiderzee zum Fischfang, Diese Fahrzeuge waren bis etwa 12 m lang. Aber auch Nordsee-Schokker wurden gebaut. Sie dienten als Fischerboote oder Lotsenboote, wurden aber auch zum Abholen der Fische von den Fischerfahrzeugen eingesetzt. Diese Boote konnten bis zu einer Länge von 16 m und 4,50 m Breite gebaut sein. Bis auf ganz wenige Exemplare ist dieser Schiffstyp verschwunden.

1955 entwarf Ir.H.Vreedenburgh eine Schokkerjacht aus Stahl. 1956 ging dieses Schiff in Bau (H.F.Boxce in Ter Aar), 1960 folgte ein zweites. In den 70er Jahren übernahm die Werft Koijeman en de Vries (Nachfolger van Rijnsoever) die Produktion zweier unterschiedlich großer Schokkerjachten nach Vreedenburgh auf, eine Version in 9,84 m, eine in 10,75 m Länge.

Die Besonderheiten dieser Jacht:

Sehr schmales Unterwasserschiff mit lancetförmigen platten Boden aus 30 mm Stahl,

runde, steil ansteigende Spanten,

ein einfallendes Schanzkleid, in niederländisch Boisel,

gerade, etwa  45° steile Steven in sehr starker Ausführung

am Vordersteven eine Doppelung für die Führung des Ankergeschirrs

der Übergang von Boisel auf den Steven ist mit einer gerundeten Aussparung versehen,

die Gaffel ist verhältnismäßig kurz und wird auf kleineren Schokkern nur mit einem Fall gefahren.

Das Rigg der Schokkerjachten ist ein gaffelgeriggtes Kutterrigg mit schmalen Tuchbahnen, losem Unterliek mit einer weiten Brook und einem klappbarem Mast. Das Kluiversegel, fliegend gefahren und mit hoch liegendem Schothorn,  kann bis zu einer Backstagbrise gefahren werden. Der Kluiverbaum läßt sich für Hafenfahrten gut auftoppen. Als Fock auf der Kreuz kann eine kleine Arbeitsfock, sonst die große Botterfock gefahren werden. 

Gegen die Abdrift werden am Wind auf der jeweiligen Leeseite schmale Seitenschwerter eingesetzt. Ab halben Wind können die Seitenschwerter ganz aufgeholt werden. 

Frederike von Altona ist seit 1984 in Fahrt und besuchte in den Sommerreisen die gesamten friesischen Inseln von den Niederlanden bis Dänemark, befuhr die Kanäle zwischen Holland und Deutschland, die Ems, Jade, Weser, Unterelbe mit den Nebenflüssen und Eider und die dänische Inselwelt zwischen den Belten und Sunden. Heimathafen ist der Museumshafen Kappeln.

Frederike von Altona in der Flaute

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